Im Westen nichts Neues

 

 

 

 

 

 

Zum Autor

Erich Maria Remarque wurde 1898 in Osnabrück geboren und besuchte dort das katholische Lehrerseminar. 1916 wurde er als Soldat eingezogen um im 1. Weltkrieg zu kämpfen. Danach arbeitete er unter anderem als Aushilfslehrer, später dann als Redakteur. Seine Bücher „Im Westen nichts Neues“ und „Der Weg zurück“ wurden 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin (Schweiz).

 

 

 

Das Buch „Im Westen nichts Neues“, welches autobiographische Züge des Autors Erich Maria Remarque trägt, erzählt die Geschichte des erst neunzehnjährigen Paul Bäumer, der sich aufgrund der patriotischen Reden seines Lehrers freiwillig an die Front meldet.

Paul Bäumer und sieben weitere seiner Klassenkameraden melden sich freiwillig und voller Begeisterung um für Deutschland im ersten Weltkrieg an der Front zu kämpfen. Sie werden an die Westfront geschickt. Doch schon bald vergeht ihnen die Begeisterung, denn von 150 Soldaten der 2. Kompanie kommen nur 80 zurück.

Sie besuchen einen ehemaligen Klassenkameraden namens Kemmerich im Lazarett, dem ein Bein amputiert wurde und der bald darauf stirbt. Es wird ihnen immer klarer, auf was sie sich da eingelassen haben. Sie wurden 10 Wochen lang ausgebildet, unter der Führung des ehemaligen Briefträgers Himmelstoß, welcher ein richtiger Schleifer war. Dort lernten sie, dass das einzige Gute am Krieg die Kameradschaft ist. Die Kompanie in der sie sich befinden wird mit jungen Rekruten aufgefüllt, doch schon bald geraten sie auf einem Friedhof in ein Artilleriefeuer mit Gasangriffen und viele der Soldaten sterben.

Paul Bäumer und seine Kameraden träumen immer wieder davon, was sie nach dem Krieg machen werden. Nach einigen weiteren Einsätzen bekommt Paul Urlaub. Er fährt zu seiner Mutter und seinen Schwestern nach Hause. Seine Schwestern empfangen ihn sehr freundlich, doch es gibt eine schlechte Nachricht und zwar ist seine Mutter schwerkrank. Sie fragt ihn kaum über den Krieg, doch sein Vater und vor allem die Leute wollen alles über die Heldentaten und die Ehre, die es ist im Krieg zu kämpfen, wissen.

 

Nach dem Urlaub geht es bald wieder an die Front. Während eines Kampfes mit den Franzosen, springt Paul in einen Bombentrichter, um sich zu verstecken. Doch plötzlich springt ein Franzose ebenfalls in diesen Trichter. Aus Angst sticht Paul ihn mit einem Dolch nieder. Der Franzose ist nicht sofort tot, sondern röchelt noch einige Zeit lang. Paul hat starke Schuldgefühle und verspricht ihm sich um seine Familie zu kümmern, doch er weiß, dass er dieses Versprechen nicht halten wird können.

Bald darauf werden Paul und sein Kamerad Albert Kropp verwundet und kommen in ein Krankenhaus. Paul kann das Krankenhaus nach einiger Zeit verlassen, Kropp muss jedoch noch bleiben. Paul sehnt sich immer mehr nach Frieden und kann die Leiden des Krieges kaum noch ertragen. Seine Freunde sterben jetzt sehr rasch. Nur noch Katczinsky ist über, doch auch dieser wird am Fuß verwundet und Paul schleppt ihn mit letzter Kraft zur Sanitätsstation. Dort angekommen, ist Katczinsky jedoch bereits tot. Paul hatte nicht bemerkt, dass diesen ein Splitter direkt in den Kopf getroffen hat.

Anfang des Herbstes 1918 ist Paul der einzige Überlebende seiner Klasse. Doch im Oktober ist auch seine Zeit gekommen. Man findet ihn mit einem beinahe fröhlichen Gesichtsausruck, einem Ausdruck der Erlösung. An der Front ist alles so ruhig und still, dass sich der Heeresbericht dieses Tages auf den Satz beschränkt, im Westen sei nichts Neues zu vermelden.

Dieser Anti-Kriegs-Roman ist wirklich toll geschrieben und echt lesenswert. Man fühlt richtig mit den Soldaten mit und vor allem mit Paul Bäumer. Es heißt nicht umsonst, dass es eines der besten literarischen Werke seiner Zeit sei.

Die Erstausgabe ist mit 29. Jänner 1929 datiert. Der Roman wurde in über 50 Sprachen übersetzt und bis zum Jahr 2007 ca. 20 Millionen Mal verkauft.
 

Scout Michael
 

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