Fussball WM in Katar 2022

 

 

 

 

Vergabe der WM 2022
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 wird in Katar ausgetragen. Den Gastgeber gab die FIFA am 2. Dezember 2010 in Zürich bekannt. Dabei setzte sich Katar gegen die Mitbewerber aus den USA, Südkorea, Japan und Australien durch. Somit gewann jenes Land, das im Vergleich zu den Mitstreitern wenig bis gar keine fußballerische Tradition hat.

Reaktionen zur Vergabe
"Die erste WM auf arabischem Boden wird etwas ganz Besonderes. Der Fußball wird die Kulturen weiter verbinden", ist sich Katars Staatsoberhaupt sicher. Oliver Bierhoff hingegen blickt der WM skeptisch entgegen: "Ich finde generell die Stimmung im Land, in dem die WM stattfindet, auch sehr wichtig. Insofern betrachte ich Katar nicht als optimale Lösung."

Allgemeine Informationen zu Katar
Das Emirat Katar ist ein Staat am persischen Golf, in dem Arabisch gesprochen wird und knapp zwei Millionen Menschen leben. Trotzdem zählt das Emirat zu den reichsten Staaten der Welt. Katar gehört zudem zu den trockensten Staaten der Erde. Das Klima ist das ganze Jahr schwül, subtropisch und heiß. Neben dem reichlichen Vorkommen an Erdöl, sitzt Katar auf dem größten Naturgasfeld der Erde!

Qualifikation und Teilnehmer
An der Weltmeisterschaft 2022 werden 32 Nationalmannschaften teilnehmen. Die WM-Teilnehmer werden innerhalb der einzelnen Qualifikationsgruppen, die durch die Verbände getrennt werden, ermittelt. Katar ist als Gastgeber bereits qualifiziert.

Infrastruktur
In der Hauptstadt Doha werden sechs Stadien liegen, die anderen sechs an nahe gelegenen Orten innerhalb von 60 Kilometern. Alle Stadien werden außerdem an das Stadtbahnsystem angeschlossen, daher sind die Entfernungen der einzelnen Spielstätten untereinander sehr kurz.

Planung
Von den zwölf für die WM erforderlichen Stadien werden vier ausgebaut und acht neu errichtet. Diese Stadien werden durch ein umweltfreundliches Konzept klimatisiert: Die im Umfeld der riesigen Sportstätten über Solartechnik gewonnene Wärme wird zur Kühlung der Sportanlagen verwendet. Die Temperatur in den Stadien und Trainingseinrichtungen soll damit bei maximal 27 Grad Celsius liegen.

Kritik
Die Kritik der Vergabe an Katar wird hauptsächlich damit begründet, dass das Land keine fußballerische Tradition vorzuweisen, noch nie an einer WM teilgenommen hat und in der Weltrangliste nur auf Platz 94 aufscheint. Ein weiterer Kritikpunkt gegen die Vergabe ist, dass wegen der sommerlichen Temperaturen von bis zu 45° Celsius die Stadien klimatisiert werden müssten.

Außerdem steht das äußerst merkwürdige Abstimmungsverhalten der Mitglieder des FIFA-Exekutivausschusses in der Kritik. Nach Informationen eines Ausschussmitglieds sollen bereits vor der Katar-Bewerbung Stimmen gekauft worden sein. Zwei der 24 Mitglieder des Exekutiv-Komitees aus Tahiti und Nigeria boten ihre Stimmen für die WM-Vergabe zum Kauf an und wurden dabei von einer englischen Zeitung gefilmt.

Scout Arik

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