Das Geheimnis des Puppenspielers
Der Autor
Christian Waluszek wurde 1952 in Mechtal bei Beuthen geboren. Er studierte zuerst Jura ging dann aber zu Germanistik, Slawistik und Musikwissenschaften über.
Er machte auch einige Zeit Theater mit Jugendlichen. Er unterrichtet heute die Fächer Deutsch und Musik. Waluszeks Romane sind unteranderem in den Niederlanden, Belgien, Spanien, Frankreich sowie auch in Japan und China erschienen. „Der Klassendieb“ ist ein weiterer bekannter Roman von ihm.
Der Inhalt
Wir befinden uns im Jahre 1825. In dem kleinen Städtchen Soest lebt der 14-jährige Drechslerlehrling Martin Kreutzer. Eines Tages sieht Martin ein Plakat des Puppenspielers Ulrich Moevius, auf welchem steht, dass der Puppenspieler ab Sonntag dem 8. März 1825 die Stücke „Don Juan“ oder „Die Statue des Don Pietro“ in Soest aufführt. Martin wollte schon immer einmal ein Puppenspiel sehen. Und so beschließt er mit der kleinen Josephine, der Tochter seines Meisters, in die Aufführung zu gehen. Martin ist von den Puppen in den Bann gezogen. Er beschließt nach dem Stück noch hinter die Bühne zugehen und den Puppenspieler aufzusuchen. Die kleine Josephine hat immer ihre Puppe dabei, die Martin für sie geschnitzt hat. Der Puppenspieler sieht diese und die Ähnlichkeit mit Josephine.
Da beschließt er, dass er Martin um alles in der Welt „haben muss“. Und bei diesem Plan kommt ihm entgegen, dass Martin und sein Meister einige Probleme miteinander haben. Als der Meister das Geld sieht, welches Martin vom Puppenspieler bekommen hat, beginnen die beiden zu streiten und der Meister beschuldigt Martin, ihm das Geld gestohlen zu haben und gibt ihm einen Schlag ins Gesicht. Daraufhin verlässt Martin seinen Meister und schmeißt die Lehre bei ihm hin.
Von nun an geht er mit Ulrich Moevius auf Reisen, um in ganz Europa seine Puppenspiele zu zeigen. Und Martin macht das, was ihm wirklich Spaß macht und von dem er immer geträumt hat, Puppen schnitzen. Sie verlängern ihre Aufenthalte oft, da ihre Auftritte so gut ankommen. Und jeder Zuseher will wissen, wer diese Puppen geschnitzt hat, die so echt aussehen, dass man meinen könnte, sie wären lebendig. Doch Martin fällt auf, dass Moevius immer öfter von Kopfschmerzen geplagt wird und ihm Schlaf immer ruft „Umdrehen, Umrehen“. Doch Moevius will nicht darüber sprechen. Weiters darf auch niemand, außer ihm, die Kerzen, die bei den Auftritten brennen, löschen. Dafür hätte er den Jungen einmal beinahe verprügelt, doch hat er sich gerade noch am Riemen gerissen den er braucht den Jungen noch. Denn er verfolgte den Plan vor Alexander I., dem russischen Zaren zu spielen.
Ende März 1825 findet in Eberbach ein Förster in einem Felsspalt zwei Skelette. Das eine etwas größer und das andere etwas kleiner. Die Skelette sind umgeben von zahlreichen Kerzen. An den Händen der Skelette befinden sich winzige Reste von schwarzen Fäden. Bald schon wird klar, dass es sich bei den beiden um Puppenspieler handelt. Und der Direktor des herzoglich-nassauischen Irrenhauses Kloster Eberbach, Heinrich Lindpaintner, erinnert sich daran, dass er einmal einen Patienten hatte, der oft am Bettende schlief und dessen Kerze nur von ihm gelöscht werden durften.
Um herauszufinden warum der Puppenspieler unbedingt vor Alexander I. spielen will, ob er wirklich einmal Patient im Irrenhaus Kloster Eberbach war und was mit Martin geschieht sollet ihr das Buch selbst lesen.
Fazit
Ein gelungenes Buch. Die Geschichte ist wirklich toll geschrieben und man sieht die Puppen richtig vor Augen. Es bringt einem das Leben von Puppenspielern ein wenig näher. Einige Dinge sind sogar wahr z. B. gibt es das Kloster Eberbach wirklich und auch den Direktor Heinrich Lindpaintner hat es gegeben.
Scout Michael
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