British Food – Eine Reise ins Unbekannte!?
Die englische Küche ist in unseren Breiten eher gefürchtet als beliebt. Doch ist das britische Essen in Wahrheit ein versteckter Tipp und viel besser als der schlechte Ruf?
Beginnen wir aber mit der ersten Mahlzeit des Tages, dem Frühstück. Das traditionelle englische Frühstück („full english breakfast“) tischt mit Würstchen, Speck, überbackenen Tomaten, Spiegeleiern und natürlich baked beans auf. Nicht jedermanns Sache, aber der Vorteil liegt darin, dass es auf alle Fälle satt macht. =) Alle, die am Morgen leichtes Essen bevorzugen, müssen sich aber nicht jetzt schon von den Briten verabschieden, das traditionelle englische Frühstück gibt es meist nur am Wochenende.
Unter der Woche begnügt sich das Inselvolk mit Toast und Marmelade, wobei hier Zitrusfrüchte überwiegen. Oder man greift zu gesunden und vor allem magenfreundlichen Porridge, ein Brei aus gekochten Haferflocken mit Milch und Honig. Dieser schmeckt wirklich besser, als er aussieht. Nicht zu vergessen ist natürlich das Nationalgetränk der Briten – Tee. Schwarztee mit Milch erfrischt zusammen mit einem Glas frisch gepresster Orangensaft schon am frühen Morgen.
Mittags wird zum Lunch eingeladen. Meistens reicht ein kleiner Snack aus der Sandwichbar nebenan. Diese Weißbrotscheiben gibt es in allen möglichen Variationen und für jeden noch so außergewöhnlichen Geschmack lässt sich etwas finden. Für den großen Hunger bietet sich eines der wirklich vielen (man findet an jeder Straßenecke mindestens eines) Pubs an. Die Pubs sind meist sehr nett und sauber eingerichtet (natürlich auch traditionell) und die Qualität des Essens ist besser als in so manchem Restaurant, was ebenso auf den Preis zutrifft. Was für so manchen „echten“ Briten noch immer erfreulich ist, sind Fish & Chips. Good old Fish & Chips sind bei einem noch so kurzen Englandaufenthalt Pflicht (am besten aber nicht in Snackbars, sondern in Fischrestaurants kaufen).
Um spätestens 5 o’clock beginnt das Teeritual. Der „afternoon tea“ wird zusammen mit Scones (Kekse) in Clotted Cream (Cream aus erhitzter Milch) und Strawberry Jam (Erdbeermarmelade) serviert. Berühmt (und berüchtigt=) ist das britische Volk auch für ihre breite Puddingpalette, die leckeren Cookies und die Muffins (österreichische Nachahmung erbeten!)
Am Abend schreitet man dann zum „dinner“ oder „supper“. Hier wird dann gekocht und gebacken, von Pasteten über Fleischgerichte bis hin zur süßen Backkunst.
Einige typische britische Speisen:
Haggies: Eine schottische Spezialität, die aus dem Herzen, der Leber und den Lungen eines Schafes besteht, welche zusammen mit Knoblauch, Hafermehl, Nierenfett und vielen Gewürzen im Magen eines Schafes gekocht werden.
Cullen sink: Eine schottische Fischsuppe (mit geräuchertem Schollfische), die zu besonderen Anlässen auf den Tisch kommt. -> lecker!
Toad-in-the-hole: Würstchen in Yorkshire pudding. Wird von manchen Leuten zu Recht als “frog-in-a-bog” (= Frosch im Klo) bezeichnet.
Laver bread: Ein traditionelles Gericht aus Wales, welches aus Rotalgen gemacht wird. Es ist voll gestopft mit Vitaminen, schmeckt aber leider nicht so…
Cornish pasty: Diese Mahlzeit kommt, wie der Name schon andeutet, aus Cornwall. Ursprünglich wurden Teigtaschen mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse gefüllt, heute gibt es zahlreiche abgewandete Versionen.
Ploughman’s lunch: Alte Spezialität, die es in jedem Pub gibt. Leckere Jause mit käse, Brot, Gurkerl und Salat.
Dover Sole: Seezunge ist einer der beliebtesten Fische in Großbritannien und wird hierzu einfach als Filet mit Kartoffeln und Bohnen serviert.
Baked beans: Werden in Tomatensoße gekocht und dann auf einen Toast gestrichen. Berühmtester Hersteller „Heinz“.
Back pudding: Dicke Soße aus Blut und Fett. Yorkshire pudding: Teiggericht aus Eiern, Milch und Mehl. Kombiniert mit Roastbeef ein typisches Sonntagsgericht.
Doch Good Old Britain kann auch anders: Spätestens, seit dem seine Kochbücher auch in deutscher Sprache veröffentlicht wurden, schwärmen auch Feinschmecker in unseren Breiten von ihm: Jamie Oliver. Jamie stammt aus Essex (Südostengland) und ist auf der Insel vor allem für seine Versuche, die Englische Küche schmackhaft zu machen, bekannt. Seine durchaus erfolgreiche Kampagne „Feed me better“ beschäftigt sich hauptsächlich mit der Qualitätsverbesserung des (Schul-)Kantinenessens.
Das britische Essen ist dank der zahlreichen Kolonien sehr vielfältig. Allen Gegnern des Inselessens bleiben somit noch zahlreiche andere Möglichkeiten um nicht den Hungertod zu erleiden. Vor allem beim modernen Londoner ist chinesisches und indisches Essen sehr beliebt – Restaurants dazu findet man zur Genüge. Die Qualität erkennt man übrigens daran, wie viele Einheimische sich im Lokal befinden.
In diesem Sinne, „Enjoy your meal!. =) Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, schau einfach mal unter www.bright-britain.de rein.
MegaCard-Scout Lisa-Maria

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